{"id":50,"date":"2017-03-04T09:57:17","date_gmt":"2017-03-04T08:57:17","guid":{"rendered":"http:\/\/ratbar.ch\/?page_id=50"},"modified":"2025-11-13T21:34:09","modified_gmt":"2025-11-13T20:34:09","slug":"reiseprogramm","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/ratbar.ch\/?page_id=50","title":{"rendered":"Reiseprogramm Bosnien-Herzegowina"},"content":{"rendered":"<p><strong>Im Detail \u2013 unsere Reise<\/strong><\/p>\n<p>Auf der Fahrt mit dem Nachtzug von Z\u00fcrich nach <strong>Zagreb<\/strong> kommen wir in den Morgenstunden auf dem Balkan an. Am Hauptbahnhof in Zagreb erwartet uns unser Bus, mit dem wir in den n\u00e4chsten zwei Wochen unterwegs sein werden und der uns am ersten Tag bis nahe an die bosnische Grenze in den <strong>Nationalpark von Plitvice<\/strong> bringt. Hier k\u00f6nnen wir uns einen Nachmittag und eine Nacht in der wundersch\u00f6nen Natur des Nationalparks akklimatisieren und von der Anreise ausruhen.<\/p>\n<p>Am folgenden Tag fahren wir aus der EU nach Bosnien und Herzegowina. Von <strong>Biha<\/strong><strong>\u0107<\/strong> aus besuchen wir zwei der D\u00f6rfer, die Teil des Wiederaufbauprogrammes von Caritas Schweiz nach dem Bosnienkrieg waren, das Maja w\u00e4hrend den ersten drei Jahren in Bihac leitete. Wir erfahren mehr dazu und dar\u00fcber, wie sich das Leben der Menschen hier seither gewandelt hat. Nach einer kleinen Wanderung von Golubi\u0107 nach Dobrenica werden wir von ehemaligen Beg\u00fcnstigten des Programmes bewirtet.<\/p>\n<p>Wir \u00fcbernachten in Biha\u0107 und fahren am n\u00e4chsten Morgen durch wundersch\u00f6ne Landschaften, dem Fluss Una entlang, nach <strong>Martin Brod<\/strong>, wo wir die tosenden Wasserf\u00e4lle besuchen und eine Mittagspause machen. Durch h\u00fcgelige W\u00e4lder und weite Ebenen fahren wir in die kroatisch dominierte Herzegowina bis <strong>Mostar<\/strong>. Wir \u00fcbernachten in einem wundersch\u00f6nen Haus aus der osmanischen Zeit, einst Wohnsitz einer H\u00e4ndlerfamilie, das diese heute als Museum und Hotel betreibt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-215 alignleft\" src=\"https:\/\/ratbar.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Mostar-227x300.jpg\" alt=\"\" width=\"280\" height=\"370\" srcset=\"https:\/\/ratbar.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Mostar-227x300.jpg 227w, https:\/\/ratbar.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Mostar.jpg 396w\" sizes=\"auto, (max-width: 280px) 100vw, 280px\" \/><\/p>\n<p>Am folgenden Tag lassen wir uns auf einem Spaziergang durch die Stadt Mostar f\u00fchren und setzen uns mit ihrer Geschichte und den Folgen des Bosnienkrieges auseinander. Wie ist das Zusammenleben zwischen Kroaten, Bosnjaken und Serben heute? Was braucht es f\u00fcr ein friedliches Zusammenleben der verschiedenen \u2018ethnischen\u2019 Minderheiten und wie kann verhindert werden, damit Konflikte nicht erneut ausbrechen?<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich nehmen wir uns auch Zeit, durch die osmanische Altstadt beidseits der weltber\u00fchmten \u2018Stari Most\u2019 (alte Br\u00fccke) \u00fcber die Neretva zu strolchen \u00fcbernachten noch einmal an diesem wundersch\u00f6nen Ort.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-213 alignright\" src=\"https:\/\/ratbar.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Blagaj-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"339\" height=\"452\" srcset=\"https:\/\/ratbar.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Blagaj-225x300.jpg 225w, https:\/\/ratbar.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Blagaj.jpg 373w\" sizes=\"auto, (max-width: 339px) 100vw, 339px\" \/><\/p>\n<p>Am Morgen fahren wir weiter durch die Herzegowina. Wir machen Halt beim Derwischkloster in <strong>Blagaj<\/strong> an der eindr\u00fccklichen Quelle der Buna und in <strong>Po\u0107itelj<\/strong>, einem kleinen an die felsigen H\u00e4nge der Neretva gebautes St\u00e4dtchen. Dessen noch gut erhaltene Festungsanlage zeugt von der \u00fcber mehrere Jahrhunderte wichtige Bedeutung des Ortes an einer wichtigen Handelsroute im osmanischen Reich.<\/p>\n<p>Nach kurzer Fahrt erreichen wir den Nationalpark von <strong>Hutovo Blato. <\/strong>Das Sumpfgebiet ist Rastst\u00e4tte von Zugv\u00f6geln, wo auch wir eine Pause machen. Mit dem Boot fahren wir durch am Abend dem Sonnenuntergang entgegen und werden danach im Garten des Hotels zum Essen erwartet. Wir sind in den einfachen kleinen Zimmern des Hotels im Park untergebracht, und lassen uns am n\u00e4chsten Morgen vom Konzert der V\u00f6gel aufwecken.<\/p>\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck gibt es die M\u00f6glichkeit, das kleine Museum zu besichtigen oder noch eine kurze Wanderung durch den Park zu machen, bevor wir weiterziehen. Im nahen St\u00e4dtchen <strong>Stolac<\/strong> besuchen wir das Museum mit Stelen der Bogomilen. Das bogomilische Christentum, das den Teufel als m\u00e4chtigen Gegenspieler zu Gott verehrte, war vom 12. bis zum 15. Jahrhundert in Bosnien verbreitet. Nach der Mittagspause fahren wir ostw\u00e4rts in die Berge an der Grenze zu Montenegro. In <strong>Tjenti\u0161te<\/strong> \u00fcbernachten wir in einem etwas verschlafenen Hotel aus jugoslawischen Zeiten, ganz nahe bei einem der \u2018Spomeniki\u2019, massigen Betondenkm\u00e4ler aus der jugoslawischen Nachkriegsmoderne, die Tito an vielen Orten in Jugoslawien als Mahnmal f\u00fcr die Partisanen errichten liess, die gegen die deutschen Truppen im 2. Weltkrieg gefallen waren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-218 alignleft\" src=\"https:\/\/ratbar.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Sjuteska.jpg\" alt=\"\" width=\"276\" height=\"368\" \/><\/p>\n<p>Am folgenden Morgen lassen wir uns in den <strong>Nationalpark von Sutjeska<\/strong> entf\u00fchren und besuchen Peru\u0107ica, einen der letzten unber\u00fchrten Urw\u00e4lder Europas.<\/p>\n<p>Nach der Wanderung mit Mittagspicknick fahren wir am Nachmittag ins nahe <strong>Gora\u017ede <\/strong>weiter. Wir besuchen BosnaQuilts, ein Projekt, das 1993 in \u00d6sterreich mit gefl\u00fcchteten Frauen mit dem N\u00e4hen von Quilts begann und nach ihrer R\u00fcckkehr in die Heimat bis heute fortbesteht.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag besch\u00e4ftigt uns an einem konkreten Beispiel der Aspekt der <strong>Nachhaltigkeit von Entwicklungsprojekten<\/strong>. Vor 20 Jahren initiierte die Cartias Schweiz in Gora\u017ede im Rahmen eins Landwirtschaftsprogrammes insbesondere den Anbau von Himbeeren, die den Weg bis in die Migros Filialen in der Schweiz gefunden haben.\u00a0 Damals eine Erfolgsgeschichte, ist der Himbeeranbau in Bosnien heute in Gefahr. Was trug zum Erfolg bei? Worauf wurde geachtet? Wie weit kann Nachhaltigkeit geplant werden, und wo spielen andere Faktoren mit, die Erfolg oder Scheitern von Projekten beeinflussen?<\/p>\n<p>Am Nachmittag fahren wir nach <strong>Srebrenica<\/strong> weiter, wo uns bei sch\u00f6nem Wetter im Friedenszentrum \u2018Ku\u0107a Susreta\u2019 ein Nachtessen am offenen Feuer erwartet.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-219 alignright\" src=\"https:\/\/ratbar.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Srebrenica.jpg\" alt=\"\" width=\"214\" height=\"284\" \/><\/p>\n<p>Der folgende Tag bringt ein weiterer Schwerpunkt unserer Reise: der <strong>Genozid von<\/strong> <strong>Srebrenica<\/strong> ist den meisten von uns in trauriger Erinnerung. In <strong>Poto\u010dari<\/strong> suchte die bosnjakische Bev\u00f6lkerung der Umgebung im Sommer 1995 Zuflucht bei den Blauhelmen und von ihnen nicht besch\u00fctzt werden. \u00dcber 8000 muslimischen Jungen und M\u00e4nnern sind in einem grausamen Massaker durch die serbischen Belagerer ermordet wurden. Wir besuchen das eindr\u00fcckliche Memorial in Poto\u010dari. Beim anschliessenden Besuch der Musikschule im \u2018<strong>Haus der guten T\u00f6ne\u2019<\/strong> in Srebrenica lernen wir nach dem Besuch des Memorials eine friedensstiftende Initiative der Jugend kennen. Der gemeinsame Abend mit bosnischen Freunden\u00a0 l\u00e4sst Raum, das Erlebte zu verarbeiten und zu diskutieren. Wie lebt die bosnjakische Bev\u00f6lkerung heute in der Serbischen Republik (RS) zusammen mit der serbischen Mehrheit? Welche politische Rolle spielt die RS in Bosnien? Wo steht Bosnien Herzegowina heute an der Grenze zur EU?<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen fahren wir weiter nach <strong>Sarajevo<\/strong>, wo wir die letzten Tage unserer Reise verbringen. Im Austausch mit verschiedenen Expert:innen haben wir noch einmal Gelegenheit, Fragen zu kl\u00e4ren und Themen zu vertiefen, die uns auf der Reise besch\u00e4ftigten. Es besteht die M\u00f6glichkeit, auf einem Tagesausflug in <strong>Zenica <\/strong>die Frauenorganisation <strong>Medica Zenica<\/strong> kennenzulernen, die seit dem Krieg von Gewalt betroffene Frauen auf dem Weg in ihre Selbst\u00e4ndigkeit begleitet. Mit dem Besuch des <strong>Tunnelmuseums<\/strong> in Sarajevo kehren wir noch einmal in die Vergangenheit des Krieges zur\u00fcck und vergegenw\u00e4rtigen uns die Wichtigkeit des Dayton Abkommens, das dem Krieg zwar ein Ende setzen konnte, das aber gleichzeitig dem langfristigenFriedensprozess Steine in den Weg legte, und dadurch einen wirklichen Frieden und politische Stabilit\u00e4t bis heute verhinderte.<\/p>\n<p>Es bleibt Zeit f\u00fcr eigene Streifz\u00fcge durch diese sch\u00f6ne Stadt, f\u00fcr einen bosnischen Kaffee oder Eink\u00e4ufe in der Ba\u0161\u0107arsia.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-217 aligncenter\" src=\"https:\/\/ratbar.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Sarajevo-300x208.jpg\" alt=\"\" width=\"386\" height=\"268\" srcset=\"https:\/\/ratbar.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Sarajevo-300x208.jpg 300w, https:\/\/ratbar.ch\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Sarajevo.jpg 333w\" sizes=\"auto, (max-width: 386px) 100vw, 386px\" \/><\/p>\n<p>Zum Abendessen am letzten Tag kochen wir gemeinsam mit unseren Freunden einige der K\u00f6stlichkeiten, die wir in den vergangenen zwei Wochen kennengelernt haben. Es heisst Abschied zu nehmen von diesem Land und den Menschen, denen wir in den letzten zwei Wochen n\u00e4hergekommen sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Detail \u2013 unsere Reise Auf der Fahrt mit dem Nachtzug von Z\u00fcrich nach Zagreb kommen wir in den Morgenstunden auf dem Balkan an. 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